Wälder
Beschreibungen der Pflanzengesellschaften von Wäldern (Lasen C., 2017)
- Zirbenwälder und Lärchen-Zirbenwälder
- Lärchenwälder
- Subalpine (und primäre azonale) Fichtenwälder
- Montane Fichtenwälder
- Fichten-Tannenwälder
- Fichten-Tannen-Buchenwälder
- Buchenwälder
- Montane Föhrenwälder
- Warm-trockene Silikat-Schutthalden mit Zürgelbaum
- Eichen-Föhrenwälder
- Eichenwälder
- Mannaeschen-Hopfenbuchenwälder
- Linden- und Eschenwälder
- Bewaldete Moore (Betulion pubescentis p.p.)
- Grauerlen-Auwälder
- Gewässerbegleitende Weiden- und Föhrenwälder
- Erlen-Eschenauwälder
- Synanthrope Wälder (einschließlich Robinienwälder und Aufforstungen)
Waldgesellschaften sind Ausdruck eines äußerst reichhaltigen ökologischen Kontextes. Im temperaten Klima der gemäßigten Zone stellen sie oft die Klimax-Phase (Reifestadium) eines Ökosystems dar. Dies bedeutet, sie befinden sich im größten ökologischen Gleichgewicht. In den Alpen und somit auch in Südtirol wurde der Wald seit jeher vom Menschen genutzt. Er wurde in Wiesen und Weiden umgewandelt. Diese Landschaftselemente werden heute vom Tourismus sehr geschätzt, sind aber auch Teil der alpinen Identität.
In höheren Lagen hat der Mensch die floristische Zusammensetzung kaum beeinflusst. In den Weiden der Hochlagen wurde die Lärche allerdings gegenüber der Zirbe bevorzugt. Daher entspricht die aktuelle Verbreitung der Lärchen-Zirbenwälder (im Verhältnis zu reinen Lärchenbeständen) nicht der potentiellen Verbreitung.
Die Tanne wurde hingegen in der Regel gegenüber der Fichte benachteiligt. Umweltfaktoren beeinflussen die Konkurrenzkraft einer Art gegenüber einer anderen.
Die Laubwälder der kollinen und unteren montanen Höhenstufe wurden ebenfalls stark anthropogen verändert. Abgesehen von Aufforstungen oder von robinien- bzw. götterbaumreichen Beständen sind die Wald-Typen trotzdem noch gut zu erkennen. Die Artenvielfalt in den Wäldern ist ebenfalls noch weitgehend erhalten. Problematischer wird es in den Talniederungen. Dort ist die ursprüngliche Waldvegetation völlig von Intensivkulturen abgelöst worden. Nur wenige Auwald-Relikte haben sich in Form geschützter Biotope erhalten.
Die Beschreibung einzelner Wald-Lebensräume folgt weitestgehend der Klassifizierung der Waldtypen der Provinz Bozen (Waldtypisierung Südtirol, Autonome Provinz Bozen, Abteilung Forstwirtschaft, 2010). Einige seltene Typen mit genauer Entsprechung zu Natura-2000-Habitaten wurden aufgrund ihres ökologischen und naturkundlichen Wertes getrennt behandelt.
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Letzte Aktualisierung: 14/04/2025