Großer Eichenbock gesucht
Der Große Eichenbock (Cerambyx cerdo) wird auch Heldbock genannt. Er ist einer der imposantesten Bockkäfer.
Der seltene Käfer kommt in Eichenwäldern vor. Er bevorzugt wärmere Lagen. Für seine Entwicklung sind einzeln oder in lockerem Verband stehende und gut besonnte Alteichen lebensnotwendig. Seine Larven entwickeln sich im Eichenholz. Erst nach drei bis vier Jahre erscheinen die adulten Käfer. Diese fliegen im Zeitraum Mai bis August, vor allem abends und in der Nacht.
Wichtigste Merkmale
- Größe variabel, etwa 29-56 mm (Kopf bis zur Spitze der Flügeldecken)
- Antennen körperlang (Weibchen) oder bis über körperlang (Männchen)
- Halsschild grob gerunzelt, beiderseits mit spitzem Dornfortsatz
- Körper schwarzbraun, matt glänzend
- Flügeldecken nach hinten verengt, die Spitzen der Flügeldecken heller, rotbräunlich
In der Vergangenheit wurde die Art vereinzelt im Etschtal bis Meran beobachtet. Einige wenige rezente Nachweise gibt es im Unterland und im mittleren Vinschgau. Die Flora-Flora-Habitat-Richtlinie stellt den Großen Eichenbock zu den streng zu schützenden Arten von gemeinschaftlichem Interesse.
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Ähnliche verwandte Arten
- Buchenbock (Cerambyx scopolii)
Dieser tagaktive, schwarz gefärbte Käfer ist meist deutlich kleiner (bis 28 mm). Die Körperform ist von den Schultern zur Spitze der Flügeldecken nicht deutlich verschmälert, also gewissermaßen parallelseitig. - Cerambyx welensii
Der Käfer ist abends in der Nacht aktiv. Er erreicht zwar die Größe des Großen Eichenbocks, sein Körper ist aber braun gefärbt. Halsschild und Flügeldecken sind grau behaart. Die Flügeldecken sind nach hinten zu kaum verschmälert.
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Letzte Aktualisierung: 12/03/2025