Die Geschichte von Basic Core
Wie ist es zu Basic Core gekommen?
Anfang der 2000er Jahre wurden bereits erste Überlegungen gemacht, wie zukünftig die Aktualisierung der Technischen Grundkarten der Landesverwaltung sowie der Gemeindenerfolgen sollte.
Aufgrund der europaweiten Sparmaßnahmen, musste überlegt werden Bildflüge und aufwändige Auswertungen auf ein Minimum zu reduzieren bzw. mit alternativen Methoden zu ersetzen. Somit ist ein erstes gemeinsames Projekt einer maßstabsvariablen topografischen Datenbank (TDB) entstanden. Das Produkt wird insofern als maßstabsvariable TDB definiert, als dass Teile des Gebietes, und zwar die dichter besiedelten, in den Maßstäben von 1:500, 1:1.000, 1:2.000 und 1:5.000 kartiert wurden. Während für die weniger dicht besiedelten Gebiete, wie in etwa der alpine Bereich, im Maßstab 1:10.000 erfasst wurden. Interessierte Gemeinden wurden Dank der Finanzierungshilfe der Region Trentino-Südtirol und des Gemeindenverbandes in die Lage versetzt, die Karten im Maßstab 1:1.000 zu erzeugen. Die TDB wurde gemäß den technischen Spezifikationen des Abkommens zwischen Staat und Regionen erstellt und ist flächendeckend für das gesamte Landesgebiet verfügbar.
National Core
Die Technischen Spezifikationen wurden im Laufe der Jahre von Seiten der zuständigen staatlichen Einrichtungen, in Zusammenarbeit mit dem Politecnico di Milano, überarbeitet, bis 200? die offizielle Datenstruktur namens National Core entstand. Diese vom Staat vorgegebene Datenstruktur ist aufgrund ihrer hohen Komplexität und dem sehr umfangreichen Objektkatalog in der Praxis kaum anzuwenden. Die Landesverwaltung und der Gemeindenverband haben notwendigerweise die Struktur der topografischen Datenbank an die neue Datenstruktur des National Core angepasst.
Basic Core
Trotz Anpassung an National Core war das Problem der Datenaktualisierung nicht gelöst, weil die Daten selbst veraltet waren und die komplexe Datenstruktur die periodische Aktualisierung durch die einzelnen Körperschaften nicht ermöglichte. Das hat die Körperschaften dazu veranlasst, über ein einfaches und nachhaltiges Datenmodell nachzudenken. Ein Experte, der National Core und die damit verbundene Problematik sehr gut kennt, wurde als Berater herangezogen. Es wurde die Vereinfachung des National Core als die Lösung erkannt. Es entstand somit das Projekt Basic Core.
Der erste Arbeitsschritt bestand darin, den neuen Objektkatalog zu erstellen. Nachdem National Core als offizielle Datenstruktur aufrecht geblieben ist, war es notwendig, eine bidirektionale „Übersetzung“ zwischen den Elementen beider Datenbanken zu garantieren.
Im zweiten Arbeitsschritt wurden alle Objekte von National Core in die neue Struktur von Basic Core überführt.
Der dritte Arbeitsschritt sah vor, mit sämtlichen Akteuren im Bereich der Kartografie und der geografischen Informationssysteme, eine gemeinsame Strategie, die zur konkreten Umsetzung der geplanten Datenaktualisierung führen sollte, zu ermitteln.