Immaterielles Kulturerbe
Unter Immateriellem Kulturerbe versteht man Bräuche und Handwerkstechniken, die noch lebendig sind, von Generation zu Generation weitergegeben werden und der Gemeinschaft ein Gefühl von Identität und Kontinuität vermitteln.
Zum kulturellen Erbe gehören nicht nur Denkmäler und Sammlungen von Gegenständen, sondern auch lebendige Bräuche, die von unseren Vorfahren weitergegeben wurden: mündliche Ausdrucksformen einschließlich der Sprache, darstellende Künste, gesellschaftliche Bräuche, Rituale und Feste, Wissen und Bräuche in Bezug auf die Natur und das Universum und traditionelle Handwerktechniken.
Das Immaterielle Kulturerbe ist vor dem Hintergrund der Globalisierung grundlegend für die Erhaltung der kulturellen Vielfallt. Die Auseinandersetzung mit diesem Erbe trägt zum interkulturellen Dialog und zur Wertschätzung der verschiedenen kulturellen Lebensweisen bei.
Eines der vorrangigen Ziele der UNESCO ist es, die Weitergabe des Immateriellen Kulturerbes zwischen den Generationen zu fördern. Aus diesem Grund hat sie 2003 das Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes verabschiedet, das 2007 von Italien ratifiziert wurde. Es enthält Bestimmungen für die Identifizierung, die Dokumentation, die Erhaltung, den Schutz, die Förderung und die Aufwertung des Immateriellen Kulturerbes.
In Südtirol gibt es derzeit vier Anerkennungen als Immaterielles Kulturerbe.
Quelle: https://www.unesco.it/it/iniziative-dellunesco/patrimonio-culturale-immateriale/
Traditionelle Bewässerung
Seit 2023 in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes eingetragen.
Alpinismus
Seit 2019 in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes eingetragen.
Transhumanz
Seit 2019 in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes eingetragen.
Technik des Trockensteinmauerns
Seit 2018 in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes eingetragen.



