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Blindschleiche gesucht

Die Blindschleiche, weder Schlange noch Echse (Archiv Amt für Natur, Foto Martin Mair, 2010)
Die Blindschleiche, weder Schlange noch Echse (Archiv Amt für Natur, Foto Martin Mair, 2010)

Die Blindschleiche ist keineswegs blind

 Im Unterschied zu den Schlangen hat die Blindschleiche bewegliche Augenlider. Sie kann außerdem den Schwanz abwerfen, ähnlich den Eidechsen (Archiv Amt für Natur, Foto Martin Mair, 2010).
Im Unterschied zu den Schlangen hat die Blindschleiche bewegliche Augenlider. Sie kann außerdem den Schwanz abwerfen, ähnlich den Eidechsen (Archiv Amt für Natur, Foto Martin Mair, 2010).

Wegen Ihres kreisrunden, beinlosen Körpers wird die Blindschleiche nicht selten mit einer Schlange verwechselt. Diese anpassungsfähige Art nutzt ein breites Spektrum unterschiedlicher Lebensräume. Dazu gehören sonnige, mäßig feuchte Lichtungen, Wiesenränder, Hecken oder Straßenböschungen.

Wichtigste Merkmale:

  • bis 50 cm lang
  • Färbung sehr variabel, glänzend, graubraun gefärbt, mitunter auch oliv- bis messingfarben
  • Kopf und Schwanz vom restlichen Körper nicht abgesetzt
  • Regelmäßig angeordnete Schuppen verleihen dem Körper mitunter einen metallischen Glanz.

Die Blindschleiche lebt verborgen und ist harmlos. Man beobachtet sie am ehesten in der Dämmerung. Meist handelt es sich dabei um ein einzelnes Individuum. Die Blindschleiche ist leider auch oft Opfer des Straßenverkehrs oder wird aus Unkenntnis erschlagen.

In Italien kommt eine eigene Blindschleichen-Art vor, und zwar Anguis veronensis. Sie unterscheidet sich von der im übrigen Westeuropa verbreiteten Anguis fragilis. Dies zeigten wissenschaftliche Untersuchungen der letzten Jahre. Die Alpen bilden eine geografische Barriere für die Verbreitung dieser Arten. Im Alpenraum selbst ist die Artzugehörigkeit noch nicht geklärt. Es könnten dort sowohl Individuen beider Arten als auch deren Hybriden vorkommen. Um die Artzugehörigkeit eines Individuums mit Sicherheit zu ermitteln, sind genetische Untersuchungen nötig.

Das Naturmuseum in Bozen sammelt tot aufgefundene Individuen, um die Verbreitung und die Taxonomie der Blindschleiche in Südtirol zu erforschen.

Du kannst mit der Meldung einer Blindschleichen-Beobachtung zur wissenschaftlichen Forschung beitragen.

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Letzte Aktualisierung: 03/06/2026