Bestockte Weiden
Definition
Die meist mit Lärchen bestockten Weiden sind vom Menschen geschaffene Lebensräume, wobei einstige Wälder selektiv ausgelichtet und nur die Lärchen, oder seltener Laubgehölze, stehengelassen wurden. Dies ermöglicht eine Doppelnutzung der Flächen sowohl als Brennholzquelle als auch als Weide.
Die Bäume erhöhen vor allem den landschaftlichen Wert dieser oft weiträumig vorhandenen Weideflächen.
Ziel
Es handelt sich bei den bestockten Weiden um einen charakteristischen Landschaftstyp von hohem landschaftlichem Wert, der durch Kulturänderungen und Auflassung gefährdet ist.
Um die reiche Flora und Fauna der bestockten Weiden zu fördern ist es notwendig, eine extensive Bewirtschaftung zu betreiben, die Morphologie der Böden nicht zu verändern und den Baumbestand dahingehend zu pflegen, dass weiterhin nur Lärchen oder Laubgehölze vorhanden sind.
Zugangsvoraussetzungen
Die Fläche muss den Charakter einer bestockten Weide aufweisen. Die Fläche muss mit Lärchen oder Laubgehölzen bestockt sein und eine Mindestüberschirmung von 20% aufweisen.
Die prämienberechtigte Fläche wird vor dem Erstansuchen festgestellt; der Begünstigte muss aber dafür sorgen, dass der Baumbestand auf den Flächen, für welche die Prämie beantragt wird, die erforderliche Zusammensetzung und Deckung für mindestens 5 Jahre beibehält.
Die Zugangsvoraussetzungen werden jährlich auf 5% der Prämienflächen kontrolliert.
Verpflichtungen
- Verzicht auf Erdbewegungen und auf jeglichen sonstigen Eingriff*
- Keine Düngung mit Ausnahme der Ausscheidungen der Weidetiere
- Räumung der heruntergefallenen Äste und Entfernen von Bäumen und Sträuchern außer von Lärchen und heimischen Laubbäumen
*Ausnahmen sind in Absprache mit der Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung und in Übereinstimmung mit den Durchführungsbestimmungen möglich.
Die Einhaltung der Verpflichtungen wird jedes Jahr auf 5% der Prämienflächen kontrolliert.
Bewirtschaftungsempfehlungen
Um zu gewährleisten, dass die Zulassungsvoraussetzungen erhalten bleiben, ist es entscheidend, die an die Gewährung der Prämie gekoppelten Verpflichtungen einzuhalten.
Eine zu geringe Beweidung führt dazu, dass die Weideflächen zunehmend Waldcharakter annehmen und insbesondere der Unterwuchs nicht mehr jenem einer Weide entspricht (viele Zwergsträucher).