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Lenkungskomitee befasst sich mit Parkplan, Forschung und Tourismus

25.02.2026, 09:18

Lenkungskomitee des Nationalparks Stilfserjoch tagt unter Vorsitz von LR Brunner - Im Fokus die abgestimmte Arbeit zum Parkplan, die "Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus" und die Forschung

Online hat sich das Koordinierungs- und Lenkungskomitee des Nationalparks Stilfserjoch am 24. Februar getroffen: Im Fokus waren neben dem Parkplan und der Parkordnung die Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus und das Forschungsprogramm 2026. Im Bild (von links) Florian Zerzer, Direktor der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung, Landesrat Peter Brunner, Marcella Morandini, Sonderbeauftragte "Unesco", und Hanspeter Gunsch, Direktor des Landesamtes für den Nationalpark Stilfserjoch. (Foto: LPA/Vera Brunetti)
Online hat sich das Koordinierungs- und Lenkungskomitee des Nationalparks Stilfserjoch am 24. Februar getroffen: Im Fokus waren neben dem Parkplan und der Parkordnung die Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus und das Forschungsprogramm 2026. Im Bild (von links) Florian Zerzer, Direktor der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung, Landesrat Peter Brunner, Marcella Morandini, Sonderbeauftragte "Unesco", und Hanspeter Gunsch, Direktor des Landesamtes für den Nationalpark Stilfserjoch. (Foto: LPA/Vera Brunetti)

BOZEN (LPA). Seit knapp zwei Jahren hat Landesrat Peter Brunner, der mit den Agenden des Nationalparks Stilfserjoch betraut ist, den Vorsitz des Koordinierungs- und Lenkungskomitees des Nationalparks Stilfserjoch inne. Im Komitee sind das Land Südtirol, die Autonome Provinz Trient, die Region Lombardei sowie das Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit zusammen mit den betroffenen Gemeinden, den Umweltverbänden und dem Institut für Umweltschutz und Forschung (Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca Ambientale ISPRA) vertreten. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit steht weiterhin die abgestimmte Ausarbeitung und Genehmigung von Parkplan und Parkordnung. "Als Vertreter Südtirols in diesem Komitee ist es mir wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Gemeinden gut leben und arbeiten können, während gleichzeitig die ökologischen Erfordernisse des Parks gewahrt werden", betonte Landesrat Brunner beim Online-Treffen am 24. Februar.

Das Koordinierungs- und Lenkungskomitee hat sich weiters für die erneute Zertifizierung nach der "Europäischen Charta für nachhaltigen Tourismus in geschützten Gebieten" ausgesprochen. Das entsprechende Dossier wird nach Brüssel weitergeleitet. Mit dieser Europäischen Charta fördert der Dachverband Europarc das Engagement von Schutzgebieten für einen verantwortungsvollen Tourismus unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung. "Nach den ersten fünf Jahren liegt nun ein neuer Aktionsplan 2026-2030 vor", berichtete Brunner. "Zu den geplanten Maßnahmen gehört zum Beispiel die Verringerung des ökologischen Fußabdrucks touristischer Einrichtungen. Große Aufmerksamkeit wird auch der Aufwertung typischer lokaler Produkte gewidmet, die in das touristische Angebot integriert werden sollen."

Ein anderes wichtiges Thema des Koordinierungs- und Lenkungskomitees ist die Aktualisierung des Mehrjahresplans für die Monitoring- und Forschungsaktivitäten 2026-2028 in den drei Parkteilen: Es sind mehr als 20 Projekte mit einem jährlichen Budget von rund 340.000 Euro für den Dreijahreszeitraum vorgesehen. Thematisch stehen die biologische Vielfalt, der Klimawandel und die Arten des Natura-2000-Netzes im Mittelpunkt. Der Schwerpunkt liegt auf großen Raubvögeln, Hirschen, Steinböcken, großen Fleischfressern und Bestäubern. Auch sind Projekte zu Gletschern und Wasserressourcen geplant, um die Auswirkungen des Klimas auf die Alpenregion zu bewerten. Schließlich wird die Überwachung der Touristenströme und die Aktualisierung einer einheitlichen wissenschaftlichen Geodatenbank fortgesetzt. Der Mehrjahresplan wird derzeit geprüft und in nächster Zeit zur Abstimmung gebracht.

mpi

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