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St. Vigil: Naturparkhaus Fanes-Sennes-Prags wird umfassend erneuert

10.09.2026, 08:14

Bauliche Sanierung und inhaltliche Neuausrichtung des Besucherzentrums stehen bevor – Landesrat Peter Brunner macht sich bei Lokalaugenschein ein Bild der Situation

Umfassender Neustart geplant (von rechts): Vizebürgermeister von Enneberg Paul Pisching, Landesrat Peter Brunner, Gemeindereferent Klaus Mutschlechner, Matteo Rubatscher, Verantwortlicher für das Naturparkhaus Fanes-Sennes-Prags, Lukas Dariz, saisonaler Schutzgebietsbetreuer im Naturpark und Dominik Gastel, Verantwortlicher für den Naturpark beim Lokalaugenschein vor dem Naturparkhaus. (Foto: LPA/Thomas Bodner)
Umfassender Neustart geplant (von rechts): Vizebürgermeister von Enneberg Paul Pisching, Landesrat Peter Brunner, Gemeindereferent Klaus Mutschlechner, Matteo Rubatscher, Verantwortlicher für das Naturparkhaus Fanes-Sennes-Prags, Lukas Dariz, saisonaler Schutzgebietsbetreuer im Naturpark und Dominik Gastel, Verantwortlicher für den Naturpark beim Lokalaugenschein vor dem Naturparkhaus. (Foto: LPA/Thomas Bodner)

ENNEBERG (LPA). Das Naturparkhaus Fanes-Sennes-Prags in St. Vigil in Enneberg steht vor einem umfassenden Neustart: Nach 25 Jahren werden die sanierungsbedürftige Bausubstanz und die nicht mehr zeitgemäße Ausstellung des Besucherzentrums erneuert. Die Vorbereitungen dafür laufen. Für die Sanierung und Neugestaltung des Naturparkhauses stehen Geldmittel in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro zur Verfügung.

"Damit kann die längst überfällige Generalsanierung des Gebäudes zusammen mit einer inhaltlichen Neuausrichtung in Angriff genommen werden", berichtet der Landesrat für Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz Peter Brunner. "Das Naturparkhaus Fanes-Sennes-Prags soll zu einem Ort der Begegnung und des Dialogs werden. Wir  möchten einen Raum für Natur- und Umweltbildung schaffen, der insbesondere auch die Südtirolerinnen und Südtiroler für die Besonderheiten des Schutzgebiets sensibilisieren soll.“ Im Rahmen eines Lokalaugenscheins traf sich Landesrat Brunner vor kurzem vor Ort mit den Naturparkhaus-Verantwortlichen und den Gemeindevertretern, um sich ein Bild vom Handlungsbedarf zu machen.

Anpassung an heutige Erfordernisse

Das Naturparkhaus Fanes-Sennes-Prags stammt aus dem Jahr 2000 und entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Natur- und Umweltbildung. "Die Ausstellung ist in die Jahre gekommen, und die Gebäudestruktur weist funktionstechnische Mängel sowie akustische Probleme auf“, erklärt Hans Peter Santer, Projektverantwortlicher im Landesamt für Hochbau Ost. Besonders die fehlenden Aufenthaltsbereiche für Gruppenführungen und die ungünstige Raumakustik sollen im Zuge des Umbaus behoben werden. Für die baulichen Maßnahmen liegt die Verantwortung federführend bei der Landesabteilung Hochbau und technischer Dienst. Die Neukonzeption der Ausstellungsflächen wird vom Landesamt für Natur koordiniert. Dazu hat Kuratorin Petra Paolazzi ein innovatives Ausstellungs- und Kommunikationskonzept ausgearbeitet.

Neues Konzept: Ausstellung und Bühne

Entstehen soll ein modernes Bildungszentrum im Bereich Natur und Umwelt mit einer Dauerausstellung und einer multifunktionalen "Bühne". "Ziel ist es, Besucherinnen und Besuchern komplexe Zusammenhänge näherzubringen und einen Raum für Dialog zu schaffen. Dabei werden Themen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, Biodiversität und die Folgen des wachsenden Tourismus im Mittelpunkt stehen", berichtet Leo Hilpold, Direktor des Landesamtes für Natur.  

"Das Naturparkhaus Fanes-Sennes-Prags soll ein Ort sein, der aktuell und forschungsbasiert informiert, dazu einlädt, den persönlichen Zugang zu Natur und Umwelt zu finden und gleichzeitig Raum schafft, um gemeinsam kleine wie große Fragen der Zukunft zu diskutieren und zu verhandeln", ergänzt Kuratorin Paolazzi.  Derzeit läuft die EU-weite Ausschreibung für die Projektierung und Bauleitung, sodass im Frühjahr 2027 mit der detaillierten Planung begonnen werden kann. Die Umsetzung der umfangreichen Maßnahmen ist für Mitte 2028 vorgesehen.

mpi

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